Archiv der Kategorie: VMware

Veeam Quick Migration für VCenter Server

Nachdem alle unsere virtuellen Server und Desktops auf die neue Nutanix Umgebung migriert wurden, blieb nur noch das VCenter übrig. Dank der VMware Enterprise Lizenz sollte Storage vMotion kein Thema sein, aber irgendwie hatte ich Bedenken das VCenter damit zu migrieren. Zu schlecht sind die Erfahrungen irgendwelche Operationen durchzuführen wenn das VCenter Aufgaben mit sich selbst ausführen soll. Aber Veeam hat ein sogenanntes „Quick Migration“ Feature. Dieses ist in der Lage mittels „Smart/Cold-Switch“ virtuelle Maschinen auch ohne VCenter/Datacenter oder gar zwischen verschiedenen Standalone Hosts zur Laufzeit zu verschieben. Ein paar Klicks später lief das VCenter auf dem neuen Cluster. Ohne Downtime.
Veeam-Quick-Migration

Nutanix Update auf Version 4.1.3 (GA)

Die aktuelle Version von NOS 4.1.3 hat ein neues Feature, dass gerade in Szenarien mit Multi-Site Installationen ganz neue Möglichkeiten bietet. Bisher gibt es die Funktion „Metro-Mirror“ für den VMware ESXi Hypervisor mit Echtzeitreplikation. Diese wird jetzt durch „Synchronous Replication“ für Microsoft Hyper-V erweitert und ist auch für VMware ESXi nutzbar. Damit kann ein Standort fast in Echtzeit auf einen anderen Nutanix Cluster gespiegelt werden.
NUTANIX_Update_4-1-3 NUTANIX_Update_4-1-3_Step2NUTANIX_Update_4-1-3_Step3
Ebenfalls sehr interessant ist die Tech Preview der neuen Funktion „Erasure Coding X (EC-X)“. Hier sind die vollständigen Release Notes enthalten: NOS 4.1.3 is now Generally Available.

Docker – First Steps Tutorial

Docker-VMwareDocker ist eine Open-Source-Software, die beim Linux-Betriebssystem dazu verwendet werden kann, Anwendungen mithilfe von Betriebssystemvirtualisierung in Containern zu isolieren. Dies vereinfacht einerseits die Bereitstellung von Anwendungen, weil sich Container, die alle nötigen Pakete enthalten, leicht als Dateien transportieren und installieren lassen. Andererseits gewährleisten Container die Trennung der auf einem Rechner genutzten Ressourcen, sodass ein Container keinen Zugriff auf Ressourcen anderer Container hat (Quelle: Wikipedia). Beginnen wir mit der Installation der aktuellen Docker Version:

Den ersten Container erzeugen wir, in dem wir eine BASH im Container starten:

Da das Image von Ubuntu noch nicht vorhanden ist, wird dieses per PULL von Docker.io gezogen und anschließend durch die Parameter -i und -t eine Shell geöffnet. In dieser Shell installieren wir nun per APT-GET den Apache2 Webserver:

Diese jetzt getätigten Änderungen müssen in das Baseimage gesichert werden durch einen Commit. Ich Vergleiche hier Docker gerne mit Subversion für das Betriebssystem 😉 Den letzten laufenden Container kann man sich mit docker ps -l anzeigen lassen. Diese ID commited man nun und erzeugt so sein eigenes Image:

Die installierte Software (Apache2) in dem jetzt erzeugten Image kann man nun starten:

Die Besonderheit: Apache2 kann nicht über das Startscript in /etc/init.d ausgeführt werden, sondern nur über apache2ctl. Stopt man nun diesen Container, sind die erzeugten Daten (z.B. von WordPress) im /var/www Ordner weg. Damit das nicht passiert, kann man in Docker „Volumes“ einbinden, die solche Änderungen lokal im System speichern. Dazu erzeugen wir einen Ordner im Filesystem der über docker run in den Container „gemounted“ wird.

Zur Überprüfung, ob der lokale Ordner auch genutzt wird, legen wir im lokalen Speicher eine „index.html“ ab. Diese sollte dann bei einem Seitenaufruf angezeigt werden.

docker-datastore

Wenn unser Container zufriedenstellend läuft, kann man ihn ex- und auf einem anderen System importieren. Unabhängig von dem genutzten Linux auf dem Host!

Hier noch ein interessanter Link zu einem Artikel in den VMware Blogs zu Docker. Für die ersten Schritte empfehle ich das wirklich gut gemachte online Tutorial auf der Webseite von Docker.

Erste NUTANIX Installation und Schulung

Die Motivation: den klassischen Ansatz in der Virtualisierung mit einzelnen Hosts, SAN und Storagevirtualisierung wollten wir bei den nächsten Investitionen nicht mehr weiter verfolgen und setzen stattdessen auf bessere Skalierbarkeit bei der Ausstattung unserer VMware Umgebung. Zuerst hatte ich mich für VMware EVO Rail (mit vSAN) begeistert und interessiert. VMware selbst war jedoch zu diesem Zeitpunkt mit seiner aktuellen Zertifizierungspolitik bei mir in Misskredit geraten. Eine Alternative wurde gesucht. Vom Vertrieb der Profi AG wurde ich auf Nutanix aufmerksam gemacht. Auf dem „IT Tag Saarland“ konnte ich mit Herrn Ralf Scharly als Vertreter der Firma Nutanix erste Informationen austauschen. Weitere Eindrücke wurden mir in einem Webcast vermittelt, der live an einem Nutanix Democluster durchgeführt wurde. Schnell war klar: mit dem „web-scale converged infrastructure“ Konzept von Nutanix können wir unsere Anforderungen perfekt umsetzen. Nutanix ist hoch skalierbar: Speicher, CPU, Storage – alles kann man im laufenden Betrieb erweitern und somit auf zukünftige Anforderungen sehr flexibel reagieren.
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Die „Software“ wurde von einem Nutanix System Engineer in einer Art Workshop bei uns vor Ort eingerichtet und in Betrieb genommen. Als zukünftiger Administrator dieses Clusters erhält man gute Einblicke in die Technik die bei Nutanix verwendet wird. Die „Prism“ Weboberfläche ist einfach aufgebaut und intuitiv zu bedienen:
Nutanix-Prism
Aber auch tiefergehende Erläuterungen wie „Wartung des Clusters per SSH Console“ gehörten ebenso selbstverständlich zur Schulung wie allgemeine Tips und Tricks zum Betrieb. Da wird von Nutanix keine große Zauberei veranstaltet oder „Herrschaftswissen“ vorenthalten. Alles in allem macht Nutanix wirklich viel Spaß und wird unserer VDI Umgebung hoffentlich die versprochene Power bringen – ein weiterer Bericht zur Inbetriebnahme und Livebetrieb wird folgen.